Ökonomische Beratung, methoden- und datenbasiert

Wir sind ein Team von Experten, Wissenschaftlern und Praktikern mit langjähriger ökonomischer Erfahrung in verschiedenen Branchen. Unsere Methoden sind datenbasiert, entsprechen dem neusten Forschungsstand und sind praxiserprobt. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir zuverlässige Analysen und Lösungen, abgestimmt auf die Fragen und Ziele Ihres Unternehmens, Ihrer Behörde oder Ihres Verbandes.

Aktuell

Re­gu­lie­rung und För­de­rung von Was­ser­stoff-Pro­duk­ti­on und Spei­cher

Die Studie zeigt, dass trotz eines substantiellen langfristigen Potenzials für Wasserstoff in der Schweiz weiterhin erhebliche wirtschaftliche und regulatorische Hürden bestehen. Für die Förderung der Wasserstoffproduktion erweisen sich marktnahe Instrumente wie fixe Prämien oder Differenzkontrakte als besonders geeignet. Beim Aufbau von Speichern stehen hingegen vor allem Unsicherheiten bezüglich Marktentwicklung und regulatorischer Ausgestaltung im Vordergrund. Die Schweiz verfügt derzeit über keine saisonalen Gasspeicher im Inland und verfolgt bislang keine expliziten Ziele für deren Aufbau. Stattdessen werden Speicherkapazitäten im Ausland genutzt und durch zwischenstaatliche Abkommen abgesichert. Die geologischen Voraussetzungen für saisonale Speicher im Inland gelten nach heutigem Kenntnisstand als ungünstig, weshalb entsprechende Lösungen voraussichtlich deutlich teurer wären als die Nutzung ausländischer Speicher. Zudem ist zu beachten, dass bei einer Umwidmung von Methan- zu Wasserstoffspeichern aufgrund der geringeren volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff vier- bis sechsmal weniger Energie gespeichert werden kann. Als nachfrageseitige Flexibilitätsoption im Inland dienen derzeit insbesondere Zweistoffanlagen. Perspektivisch könnten Wasserstoffderivate in flüssiger Form eine Rolle für die Energiespeicherung spielen. So beträgt die vorgeschriebene Pflichtlagerhaltung für Erdölprodukte in der Schweiz aktuell 4.5 Monate des Jahresverbrauchs.

Po­ten­zi­al und Li­mi­ten der neu­en Fle­xi­bi­li­täts­re­gu­lie­rung

Im Zuge der umfassenden Revision der Stromversorgungsregulierung wurden auch neue Bestimmung zur Nutzung von Flexibilitäten erlassen. Diese sollen in erster Linie den netzdienlichen Einsatz von flexiblen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern fördern. Gemeinsam mit Dr. Brigitta Kratz, Rechtsanwältin und ehemalige Vizepräsidentin der ElCom, untersucht Polynomics die neuen Regelungen aus juristischer und ökonomischer Perspektive und zeigt die Chancen, aber auch die Grenzen der Regulierung auf.

Ba­ro­me­ter er­neu­er­ba­re Ga­se Schweiz, Aus­ga­be 8, Ok­to­ber 2025

Trotz oft wiederholter Ambitionen konnte sich bislang keine bedeutende H₂-Nachfrage bilden. Hohe Strom- und Betriebskosten stellen viele Schweizer Projekte wirtschaftlich infrage; bestehende Elektrolysekapazitäten bleiben ungenutzt. Der aktuelle Entwurf des GasVG sorgt für zusätzliche Ernüchterung: Erneuerbare Gase spielen eine untergeordnete Rolle. Anders als beim erneuerbaren Strom bleiben Einspeiseentgelte für erneuerbares Gas möglich – ein zusätzlicher Kostentreiber. Eine Möglichkeit für Beimischquoten fehlt ebenfalls. Damit entstehen auch künftig kaum neue Anreize, Investitionen zu beschleunigen oder Nachfrage zu stimulieren. Entscheidend für die Nutzung erneuerbarer Gase – und neuer Technologien – sind ihr Preis und die Kosten ihres Einsatzes. Für eine belastbare Planung braucht es daher einen ökonomischen Ansatz: Relative Kosten und Preiselastizitäten bestimmen, wann und wo zusätzliche Nachfrage entsteht. Das bildet die Grundlage, Infrastruktur, Netzentwicklungspläne und Importkapazitäten rechtzeitig auszurichten. Nachzulesen sind diese Themen im neuen Barometer, das der VSG in Zusammenarbeit mit E-BridgeConsulting und Polynomics herausgibt. Es kann auf https://gazenergie.ch/de/h2-barometer abonniert werden.

Publikationen

Regulierung und Förderung von Wasserstoff-Produktion und Speicher

Die Studie zeigt, dass trotz eines substantiellen langfristigen Potenzials für Wasserstoff in der Schweiz weiterhin erhebliche wirtschaftliche und regulatorische Hürden bestehen. Für die Förderung der Wasserstoffproduktion erweisen sich marktnahe Instrumente wie fixe Prämien oder Differenzkontrakte als besonders geeignet. Beim Aufbau von Speichern stehen hingegen vor allem Unsicherheiten bezüglich Marktentwicklung und regulatorischer Ausgestaltung im Vordergrund. Die Schweiz verfügt derzeit über keine saisonalen Gasspeicher im Inland und verfolgt bislang keine expliziten Ziele für deren Aufbau. Stattdessen werden Speicherkapazitäten im Ausland genutzt und durch zwischenstaatliche Abkommen abgesichert. Die geologischen Voraussetzungen für saisonale Speicher im Inland gelten nach heutigem Kenntnisstand als ungünstig, weshalb entsprechende Lösungen voraussichtlich deutlich teurer wären als die Nutzung ausländischer Speicher. Zudem ist zu beachten, dass bei einer Umwidmung von Methan- zu Wasserstoffspeichern aufgrund der geringeren volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff vier- bis sechsmal weniger Energie gespeichert werden kann. Als nachfrageseitige Flexibilitätsoption im Inland dienen derzeit insbesondere Zweistoffanlagen. Perspektivisch könnten Wasserstoffderivate in flüssiger Form eine Rolle für die Energiespeicherung spielen. So beträgt die vorgeschriebene Pflichtlagerhaltung für Erdölprodukte in der Schweiz aktuell 4.5 Monate des Jahresverbrauchs.

Potenzial und Limiten der neuen Flexibilitätsregulierung

Im Zuge der umfassenden Revision der Stromversorgungsregulierung wurden auch neue Bestimmung zur Nutzung von Flexibilitäten erlassen. Diese sollen in erster Linie den netzdienlichen Einsatz von flexiblen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern fördern. Gemeinsam mit Dr. Brigitta Kratz, Rechtsanwältin und ehemalige Vizepräsidentin der ElCom, untersucht Polynomics die neuen Regelungen aus juristischer und ökonomischer Perspektive und zeigt die Chancen, aber auch die Grenzen der Regulierung auf. 

Barometer erneuerbare Gase Schweiz, Ausgabe 8, Oktober 2025

Trotz oft wiederholter Ambitionen konnte sich bislang keine bedeutende H₂-Nachfrage bilden. Hohe Strom- und Betriebskosten stellen viele Schweizer Projekte wirtschaftlich infrage; bestehende Elektrolysekapazitäten bleiben ungenutzt.Der aktuelle Entwurf des GasVG sorgt für zusätzliche Ernüchterung: Erneuerbare Gase spielen eine untergeordnete Rolle. Anders als beim erneuerbaren Strom bleiben Einspeiseentgelte für erneuerbares Gas möglich – ein zusätzlicher Kostentreiber. Eine Möglichkeit für Beimischquoten fehlt ebenfalls. Damit entstehen auch künftig kaum neue Anreize, Investitionen zu beschleunigen oder Nachfrage zu stimulieren.Entscheidend für die Nutzung erneuerbarer Gase – und neuer Technologien – sind ihr Preis und die Kosten ihres Einsatzes. Für eine belastbare Planung braucht es daher einen ökonomischen Ansatz: Relative Kosten und Preiselastizitäten bestimmen, wann und wo zusätzliche Nachfrage entsteht. Das bildet die Grundlage, Infrastruktur, Netzentwicklungspläne und Importkapazitäten rechtzeitig auszurichten.Nachzulesen sind diese Themen im neuen Barometer, das der VSG  in Zusammenarbeit mit E-BridgeConsulting und Polynomics herausgibt. Es kann auf https://gazenergie.ch/de/h2-barometer abonniert werden.